Wir werden den Versand in EU-Länder außerhalb Deutschlands künftig schrittweise einstellen.
Nicht, weil wir unsere Kunden dort nicht mehr beliefern möchten, sondern weil der organisatorische und finanzielle Aufwand für kleinere Händler immer größer wird.
Verpackungsregistrierungen, Lizenzierungen, Meldepflichten und unterschiedliche nationale Regelungen führen dazu, dass wir für vergleichsweise wenige Sendungen teilweise einen erheblichen zusätzlichen Verwaltungsaufwand betreiben müssen.
Gerade innerhalb eines gemeinsamen europäischen Binnenmarktes ist das aus unserer Sicht schwer nachvollziehbar.
Große Unternehmen können solche Anforderungen mit eigenen Rechts- und Compliance-Abteilungen auffangen. Für kleinere Händler sieht die Rechnung anders aus: Irgendwann stehen Aufwand und Umsatz in keinem vernünftigen Verhältnis mehr.
Wir fragen uns deshalb durchaus, welchen Einfluss große Marktteilnehmer, Verbände und andere Interessengruppen auf die zunehmende Regulierung haben. Belegen können wir einen solchen Zusammenhang nicht. Klar ist für uns aber: Je komplexer die Regeln werden, desto leichter können große Unternehmen damit umgehen – und desto schwieriger wird es für kleinere Anbieter.
Diese Entwicklung kennen wir bereits aus dem stationären Handel. Viele kleine Geschäfte sind verschwunden, während große Ketten und Plattformen Marktanteile gewonnen haben.
Wir sind uns sicher, dass sich diese Entwicklung im Online-Handel wiederholt.
Besonders widersprüchlich empfinden wir, dass der Versand in zahlreiche Länder außerhalb der Europäischen Union für uns ganz klar einfacher ist als der Versand innerhalb der EU.
Ein gemeinsamer Markt sollte Handel erleichtern und nicht durch immer neue nationale Anforderungen erschweren.
Deshalb werden wir künftig für jedes EU-Land prüfen, ob ein Versand wirtschaftlich noch sinnvoll möglich ist.
Wir bedauern das insbesondere für unsere Kunden in den betroffenen Ländern.







